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Thürmchen, das Blanca bewohnt. Demſelben nahe gekommen, ruft er mit lauter widerhallender Stimme den Namen Blanca.
Man kommt vor der Thüre des Gemachs an, allein ſie iſt von innen verſchloſſen. Der Marquis hat ſeine Schlüſſel nicht mitgenommen, er klopft wiederholt an, ruft Blanca bei ihrem Namen und bittet ſie, zu öffnen. Man antwortet nicht, aber bald dringt ein ziemlich ſtarkes Geräuſch, das von dem Falle eines Gegenſtandes in die Wellen des Sees her⸗ zurühren ſcheint, zu den Ohren des Marquis.
Villebelle empfindet ein unnennbares Gefühl; er eilt hinweg, ruft Germain herbei, läßt ſich die Schlüſſel geben, und dringt endlich in Blanca's
Wohnung. Sie iſt leer, und Alles verkündet, daß
das junge Mädchen ſich nicht ſchlafen gelegt hat; aber eines von den Fenſtern, die auf den See gehen, ſteht offen. Von einer geheimen Ahnung getrieben, eilt der Marquis auf den Balkon, ſeine Blicke rich⸗ ten ſich nach dem See, er ruft von Neuem:„Blanca, meine Tochter!“ Man antwortet nicht, aber von Zeit zu Zeit zeigt ſich ein Gegenſtand auf der Ober⸗ fläche des Waſſers und ſcheint ſich noch zu bewegen.
„Sie iſt es!“ ruft Villebelle aus, und ſtürzt als⸗ bald in den See hinab.
Es war in der That die unglückliche Blanca, die ſeit dem Vorfalle in der vorigen Nacht jeden Augen⸗ blick eine neue Unternehmung des Marquis befürch⸗ tete und keine Minute geſchlafen hatte. Sie hatte ſich nicht in's Bett gelegt, aus Furcht, vom Schlafe


