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„O Blanca, o meine Tochter!...“ ruft der Mar⸗
quis aus, ſich wechſelsweiſe ſeiner Freude und ſeinen Gewiſſensbiſſen überlaſſend.„Ich bin Dein Vater und habe Dich unglücklich gemacht!“
„Leſen Sie das Ende dieſes Briefes, gnädiger Herr,“ ſagt Julia,„er enthält noch Etwas, das Ihren Vertrauten betrifft.“
Der Marquis ſieht einige, von Eſtrella's Hand beigefügte Zeilen und liest:„Ich habe keine Ver⸗ wandten mehr; meine Tochter wird Ihnen von einem würdigen Freunde vorgeſtellt werden, auf den ich mein Zutxauen ſetzt und der ſich unter einem ent⸗ lehnten Namen nach Paris begibt, um daſelbſt über einen Sohn, der ihn entehrt hat, Erkundigungen
einzuziehen. Ich vertraue ihm das Vermögen an, das
ich Blanca hinterlaſſe; meine Tochter bedarf bloß
der Freundſchaft ihres Vaters. Wenn er ſie jedoch
verſtößt, ſot wird der alte Touquet ſeine Stelle zu vertreten wiſſen.“
„Touquet!“ ruft der Marquis, auf den Barbier blickend. Dieſer ſcheint vom Donner gerührt: er be⸗
trachtet den Brief, ein kalter Schweiß läuft über ſeine Stirne, er iſt unfähig, ein Wort hervorzu⸗ bringen.
„Ja,“ ſagt Julia,„ja, Unglücklicher, Dein Vater
war es, der mit Blanca, um ſie zum Marquis zu füh⸗ ren, zu Dir kam; er hatte den Namen von Moranval angenommen, ohne Zweifel, um in Paris deſto eher
Nachrichten über ſeinen Sohn einziehen zu können. „pielleicht wußte er ſogar, während er bei Dir über⸗
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