136 lichkeit des Marquis zu weiden; dann beginnt ſie ihre Erzählung wieder:„Um dieſe Zeit mußte ſich mein Vater aus Paris flüchten, um nicht verhaftet zu werden, und man ſtreute das Gerücht aus, er ſei in einem Kerker der Baſtille geſtorben. Allein er hatte ſich ein Vermögen geſammelt, von dem er leben konnte, und ſeines gefährlichen Handwerks müde, war er nur darauf bedacht, ruhig zu leben. Ich war damals in Italien, dem Orte meiner Ge⸗ burt; mein Vater holte mich daſelbſt ab und führte mich nach Frankreich zurück, deſſen Klima ihm be⸗ hagte. Da mein Vater nicht mehr nach Paris zurück⸗ kehren konnte, weil man ihn da erkannt hätte, ſo ſetzte er ſich in der Umgegend von Nancy feſt. Da traf er den alten Delmar und ſeine betrübte Toch⸗ ter wieder, die im Geheimen ein Kind erzog, deſſen Mutter ſie ſich nicht nennen konnte, ohne zu errö⸗ then; da machte er die Bekanntſchaft eines armen Landmanns, der in der bitterſten Armuth ſeufzte in Folge der ſchlechten Aufführung ſeines Sohnes, eines Elenden, der, nachdem er in ſeinem Vaterlande eine Gemeinheit begangen hatte, mit der ganzen Habe ſeiner Eltern entflohen war, und dieſe im tiefſten Elende zurückgelaſſen hatte.“
„Die Geſchichte dieſes Menſchen kann mit dem Kind der Eſtrella in keiner Beziehung ſtehen,“ ſagt der Marquis ungeduldig.„Ich bitte Sie, Julia, vollenden Sie Ihre Mittheilung.“
„Verzeihen Sie mir, Herr Marquis, das iſt wich⸗
tiger als Sie denken... es geht Ihren würdigen
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