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Der Ritter, der jeden Augenblick glaubt, Urbains Degenſpitze durchbohre ihm den Rücken, beflügelt ſeine Schritte, aber Urbain, von Rachgier beſeelt, ſteht auf dem Punkte, ihn zu erreichen; nur noch zwanzig Schritte iſt er von ihm entfernt, als ſie im Dorfe ankommen.
„Aus dem Wege, aus dem Wege!“ ſchreit Chau⸗ doreille der Menge zu, indeß Urbain ruft:„Haltet dieſen Schurken an!“ und der Wirth, der unter ſei⸗ ner Thüre ſteht, ſagt:„Ei, das iſt ja Herr Malek⸗ Al⸗Chiras, der Tanzklappermeiſter! Wo hat er denn ſein arabiſches Pferd hingebracht?“
Der Flüchtling eilt in das erſte Haus, deſſen Thüre er offen findet: es gehört einer alten Wittwe. Chau⸗ doreille iſt die Treppe hinaufgeſtiegen; im erſten Stockwerke angekommen, bemerkt er einen Schlüſſel in einer Thüre: ſchnell tritt er hinein und eilt, den Schlüſſel abzuziehen und den Riegel vorzuſchieben. In demſelben Augenblick ruft ihm eine Stimme zu: „Mein Herr, was machen Sie denn? man kann mich jetzt nicht ſprechen.“ Es war die Wittwe, die in dem Augenblicke, in welchem der Ritter wie ein Ver⸗ zweifelter in ihr Zimmer rannte, das Hemd wech⸗ ſelte.
Chaudoreille antwortet nicht; er ſieht und hört
nur Urbains Tritte. „Mein Herr, ich kleide mich an.“
„Thun Sie, was Sie wollen,“ ſagt er endlich,
„ich bekümmere mich wenig darum.“ „Entfernen Sie ſich, mein Herr.“
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