Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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Wahrheit geſagt; ich will, daß Sie alle Verpflich⸗ tungen, die Sie gegen ihn haben, kennen. Sie ſtan⸗ den auf dem Punkte, Blanca zu heirathen, nichts war Ihrer Verbindung hinderlich; der Marquis hatte nie von dieſem jungen Mädchen ſprechen gehört, das ich ſeinen Blicken ſorgfältig verbarg, weil ich vor⸗ ausſah, bis zu welchen Exceſſen er ſich werde hin⸗ reißen laſſen; aber Chaudoreille hat dem Marquis, trotz ſeines Verſprechens, das reizendſte Gemälde von Ihrer Geliebten entworfen, hat ihn von Ihrer nahen Heirath in Kenntniß geſetzt: kurz, ihm ver⸗ danken Sie Blanca's Entführung und den Verluſt Ihres Glücks. Antworte, Schurke, iſt dieß die Wahr⸗ heit?

Ich kann es nicht läugnen! erwiederte der Rit⸗ ter, halb todt vor Furcht,allein der Umſtand...

Elender! ruft Urbain wüthend aus,Du biſt die Urſache aller meiner Leiden... vertheidige Dich... mit Deinem Tode will ich meine Rache beginnen!

Auf der Reiſe trug Urbain einen Degen; er zieht ſeine Waffe aus der Scheide und ſchreitet auf Chau⸗ doreille zu. Aber die Worte ‚mit Deinem Tode und der Anblick des entblößten Degens haben das Männ⸗ lein wieder auf die Beine gebracht. Schon hat er, ſeinen Mantel, der ſeiner Flucht hinderlich wäre, im

Stiche laſſend, über die Hagebuche weggeſetzt, und

eilt jetzt aus Leibeskräften fort, verfolgt von Urbain, der ihn beſtändig mit ſeinem Degen bedroht, indeß der Barbier Chaudoreille's Pferd beſteigt und in geſtrecktem Galopp in's Schloß zurückkehrt.