Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

123 zu folgen und nicht eher zurückzukehren, als bis er den Studenten ſchon weit von Sarcus entfernt wiſſe.

Von Dankbarkeit gegen den Marquis erfüllt entfernt ſich Urbain, und doch empfindet er, unter dem großen Thore hinſchreitend, eine Traurigkeit, deren Urſache er nicht begreift; er verläßt das Schloß ungern und wendet ſich um, einen letzten Blick auf die alten Thürme von Sarcus zu werfen. 4

Ganz in ſeine Gedanken vertieft, ſchreitet er auf

dem erſten beſten Wege, der ſich ihm darbietet, lang⸗ ſam vorwärts, lebhaft gerührt durch die gütige Auf⸗ nahme, die ihm im Schloſſe zu Theil geworden iſt; er hofft, Dank den Wohlthaten des Marquis, bald in Italien zu ſein, ohne daran zu zweifeln, daß der Herr von Chavagnae Blanca's Entführer ſei.

Urbain iſt ſchon fern vom Schloſſe und hat ſo eben einen Fußweg betreten, der zum Dorfe führt, als das Geſchrei:Aus dem Wege, aus dem Wege doch! ihn bewegt, aufzublicken: er bemerkt einen Menſchen zu Pferd vor ſich, aber der Reiter lenkt ſeinen Renner ſo ſchlecht, daß das Thier, anſtatt vorwärts zu gehen, quer auf dem Wege ſteht, den Kopf auf einen Buſch geſtützt, an den es feſtgebannt zu ſein ſcheint.

Alle Teufel, willſt du dich umwenden, ſtolzes Thier! Nimm dich in Acht, daß ich dir ſtatt der Sporen nicht Rolands Spitze in die Rippen ſtoße! Aus dem Wege doch, zum Henker... mein Pferd iſt ſcheu, Sie machen ihm bange.

Die Stimme, die Ausſprache des Reiters fallen