—
48
„Der Böſewicht! Ich hätte es errathen ſollen!“
„Blanca ſollte ſich heute mit einem jungen Studenten verheirathen, den ſie liebte und der ſie anbetet... Der Barbier hatte ſeine Einwilligung dazu gegeben; ich weiß nicht, durch welchen Zufall der Herr Marquis das junge Mädchen geſehen hat; er wird verliebt in ſie geworden ſein und ſie entführt haben, denn in der vorgeſtrigen Nacht iſt ſie verſchwunden, und ich habe meinen Freund Touquet ſtark im Verdacht, daß er die Plane des mnedegen Herm befördert hat. Uebri⸗ gens befindet ſich die Kleine nicht in der Vorſtadt St. Antoine: ich komme ſo eben davon her, und der Herr Marquis iſt nicht in Paris, weil ich ſo eben in ſeinem Hotel geweſen bin, wo man mir geſagt hat, er ſei in England.
Chaudoreille hat alles das erzählt, ohne Athem
zu holen, aus Furcht, Julia möchte ihm einen übeln
Poſſen ſpielen, wenn er ſie nicht ſchnell von Allem, was er wiſſe, in Kenntniß ſetzte.
„Dieſe Reiſe nach England iſt eine Lüge!“ ruft Julia aus.
„Dieß habe ich auch geglaubt...“
„Der Marquis hat das junge Mädchen in eines ſeiner Schlöſſer geführt.““
„Dieß iſt wahrſcheinlich!“
„Allein in welches?... Das muß auscſs werden.“— 4
„Ich bin Ihrer Meinung; das muß noch ausge⸗
forſcht werden.“
——
Vielleicht iſt dieſes junge Mͤdchen noch in Parisn


