Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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zurückgibt; ſie hält ihn nicht für fähig, ſie ſtets ge⸗ fangen zu halten und erräth noch nicht alle Gefahren, denen ſie in dem Schloſſe preisgegeben iſt.

Benachrichtigt, daß Blanca in dem Parke iſt, ſäumt Villebelle nicht, ſie daſelbſt aufz uſuchen; faſt mit einem Lächeln empfängt ihn Blanca, und obgleich ihre Geſichtszüge eine unveränderliche Traurigkeit ausdrücken, ſo plauderte ſie doch mit ihm über die ſie umgebenden Gegenſtände und antwortet ihm mit ihrer gewohnten Anmuth und Milde. Dieſes Betragen ſcheint dem Marquis ſo außerordentlich, daß er Blanca mit eben ſo viel Erſtaunen als Liebe betrachtet. Weit entfernt jedoch, daß ihre Sanftmuth ihn kühn macht, fühlt er vielmehr eine weit tiefere Achtung für ſie; er wagt es nicht, ſie von ſeiner Liebe zu unterhalten, und nicht begreifend, durch welche Macht ein Kind ihm Ehrfurcht einflößt, geht er zuweilen ſtumm und nachdenkend neben ihr her.

Den folgenden Tag trägt Marie die Gegenſtände, die Germain in Paris eingekauft hat, in Blanca's Gemach. Sie beſtehen in einer Menge jener bezau⸗ bernden Kleinigkeiten, die erfunden worden ſind, damit

reiche Leute ihr Geld deſto leichter verbrauchen können. Die wohlbeleibte Bäuerin geräth vor jedem Gegen⸗ ſtande in Entzücken, während Blanca kaum einen Blick auf die Geſchenke wirft.

Der Marquis geht, ſeine ſchöne Gefangene zu beſuchen, und bemerkt, daß man ſeine Geſchenke nicht berührt hat.Sie verſchmähen alſo, was ich ſo glücklich bin, Ihnen anzubieten, ſagt er zu Blanca.