Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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eingeſtanden hat, ſie könnte einige Freundſchaft für ihn fühlen; ihr reines Herz kennt keine Verſtellung, und das Gefühl, das ſie dem Marquis zugeſtehen würde, iſt ſo verſchieden von der Liebe, die ſie zu Urbain hat, daß ſie nichts Schlimmes dabei ſieht, es an den Tag kommen zu laſſen. Allein Villebelle weiß in dieſem aufrichtigen Herzen nicht zu leſen: er bildet ſich ein, das liebenswürdige Kind ſei nicht ab⸗ geneigt, ſeine Liebe zu erwiedern, und zweifelt nicht mehr, daß es ihm gelingen werde, Urbain bei ihr in Vergeſſenheit zu bringen.

Der Tag verfließt, ohne daß der Marquis von Neuem bei Blanca erſcheint. Dieſe ſucht wieder Muth zu faſſen, da ſie ſich nicht überzeugen kann, daß der Marquis die Abſicht habe, ſie gefangen zu halten, und empfiehlt ſich ihrem Talisman, damit er ihren Aufenthult im Schloſſe verkürzen möge.

Nachmittags erkundigt ſich Blanca bei Marie nach dem Wege in den Park und die dicke Bäuerin beeilt ſich, ſie bis an den Eingang zu führen, wo ſie ſie mit einer Verbeugung verläßt. Ungeachtet ihres ein⸗ fältigen Ausſehens bemerkt die Bäuerin, daß ihr Herr in das ſchöne Fräulein verliebt iſt; ſie hat die rothen Augen Blanca's bemerkt und ihre ſchweren Seufzer gehört, und ſie verlaſſend ſagte ſie zu ſich:Ei! wenn der gnädige Herr in mich verliebt wäre, ich würde nicht weinen... ganz das Gegentheil!

Allein in dem Park beſchäftigt ſich Blanca nicht mit dem Gedanken, ihre Freiheit wieder zu bekommen; ſie will warten, bis der Marquis ſie ihrem Geliebten