Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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Der Marquis fühlt keine Kraſt mehr in ſich, den Thränen des jungen Mädchens zu widerſtehen.

Wohlan, ſagte er, ſich gegen Blanca hinneigend, weil es wahr iſt, daß Sie mich haſſen... weil ich Ihnen nur ein Gegenſtand des Schreckens bin...

Ich Sie haſſen? ſagte das naive Kind, ihre ſanften Blicke auf ihn heftend;o nein, mein Herr, glauben Sie dieß nicht!... Trotz alles Kummers, den Sie mir verurſachen, ich weiß ſelbſt nicht, wie es geſchieht, allein ich glaube, daß es mir Freude machen würde, Ihnen zu verzeihen... ich glaube ſelbſt, daß ich Sie lieben würde...

Sie mich lieben, himmliſches Mädchen! ruft

der Marquis, den dieſe Worte wonnetrunken machen.

O Himmel!... wäre es möglich!... und ich, der ich einwillige... Ach, niemals! eher ſterben als Sie verlieren, Sie einem Andern abtreten... Sie haben mir ein Glück gezeigt, deſſen bloßer Gedanke mich entzückt. Blanca! theure Blanca! ich werde Alles thun, um mich der Liebe, die Sie mich hoffen laſſen, würdig zu erzeigen... allein auf Sie ver⸗ zichten... ach, dieß iſt fortan unmöglich!... Ich will mich entfernen, um dieſe Thränen, die mich mit Abſcheu gegen meine Liebe erfüllen, nicht mehr zu ſehen!

Villebelle entfernt ſich eilig; Blanca blickt ihm ſtaunend nach, das Entzücken, das er ſo eben an den Tag gelegt hat, nicht im Mindeſten begreifend. Sie . iſt weit entfernt, zu ahnen, wie ſie ihre Feſſeln noch

enger dadurch geſchmiedet, daß ſie dem Marquis

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