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glücklichſte Frau zu ſein: alle Ihre Wünſche werden hier Geſetze ſein, Sie werden den ſchönſten Putz, die reichſten Juwelen haben...“
„Davon will ich nichts, mein Herr.“
„Sie werden nicht immer ſo denken, liebenswür⸗ diges Kind; ich will⸗ daß Sie, die Sie ſo ganz dazu geſchaffen ſind, zu gefallen und zu bezaubern, eines Tages durch Ihre Reize und Ihren Putz Alles bezaubern ſollen, was Paris Verführeriſches hat.“
„Ich verſtehe Sie nicht, mein Herr.“
„Vergeſſen Sie doch die in der Einſamkeit ver⸗ wlebten Jahre, um ein neues Leben zu beginnen... Dieſe Wohnung wird ein Ort des Entzückens für Sie werden. Die Feſte, die Vergnügungen werden hier ohne Unterbrechung auf einander folgen, ſobald Ihre ſchönen Augen meine Bemühungen durch ein Lächeln belohnen werden. Der Barbier war Ihrer Freundſchaft nicht würdig: dieſer Elende hatte Sie bloß aus Eigennutz erzogen; Sie können Ihr Herz von jeder Erkenntlichkeit freiſprechen. Was jenen
jungen Menſchen betrifft, mit dem er Sie ver⸗
heirathen wollte, um Sie ſich vom Halſe zu ſchaffen⸗ ſo war er ein Kind, wie man mir geſagt hat; er wird Sie bald vergeſſen.“
„Urbain mich vergeſſen?“ ruft Blanca aus, eine krampfhafte Bewegung machend; dann ſinkt ſie auf ihren Seſſel zurück, in ruhigerem Tone ſagend:„Nein, mein Herr, Urbain wird mich nicht vergeſſen, denn ich fühle es, daß ich ihn immer lieben werde, und
unſere beiden Herzen hatten nur Einen Gedanken.“


