Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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Er wagt es nicht, jetzt ſchon zu ihr zurückzukehren und hält es für beſſer, den erſten Augenblick ihres Schmerzes vorüber gehen zu laſſen; ſomit wirft er ſich auf ſein Bett und ſucht die Ruhe; allein dieſe flieht ſeine Augenlider: Blanca's Bild ſchwebt unaufhörlich vor ſeinen Augen und mit ihm ſteigt das Andenken an verſchiedene Verirrungen ſeiner Jugend auf, die er vergebens aus ſeiner Seele zu verjagen ſucht. Während Villebelle ſich bemüht, ſeine Schlafloſig⸗ keit und Gemüthsbewegung nur der Liebe zuzuſchreiben, bringt Blanca die Nacht, die ſie mit ſo großer Un⸗

geduld erwartete, in Thränen zu. Ueberzeugt endlich,

daß ſie ſich in der Macht eines Menſchen befindet, dem ſie der Barbier überliefert hat, fühlt ſie alle Schrecken ihrer Lage; allein von Margarethe dazu angehalten, ihr Vertrauen auf das höchſte Weſen zu ſetzen und an ſeiner Macht nicht zu zweifeln, ſchickt

ſie Gebete gen Himmel und bittet ihn flehentlich, ſie wieder mit Urbain zu vereinigen. Auf den Knieen,

die Hände gen Himmel erhoben und ihre Augen in Thränen gebadet, bringt ſie einen Theil der Nacht und die Morgenzeit zu.

Marie kommt, ihre Befehle einzuholen. Blanca

will nichts, wünſcht nichts als ihre Freiheit, und ſtatt

aller Antwort bringt ihr Marie das Frühſtück. Nach Verfluß einer Stunde tritt der Marquis in das Ge⸗ mach. Blanca hat ihn nicht geſehen; ſie ſitzt, den Kopf auf eine ihrer Hände geſtützt, da, und ſcheint in ihren Schmerz verſunken. Villebelle gibt Marie ein Zeichen, ſich zu entfernen.