Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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O, gnädiger Herr, die Liebe der jungen Mädchen ... ein großes Feuer, das von ſelbſt erlöſcht..

Ich wollte, Du ſagteſt die Wahrheit!... Allein Blanca gleicht den Frauen nicht, die ich bis jetzt geſehen habe. Sie beſitzt eine Offenherzigkeit, eine Freimüthigkeit... kurz ein gewiſſes Etwas, das Ach⸗ tung gegen ſie gebietet. Ich kann Dir nicht Alles ſagen, was ſie mir einflößt. Ihre Thränen würden auf mein Herz zurückfallen... durch Aufmerkſamkeit, zuvorkommende Gefälligkeit und Liebe will ich über ſie triumphiren. Es braucht vielleicht lange Zeit! dieß gilt jedoch gleich: ich halte mich für fähig, meine Leidenſchaft zu zügeln, mich Allem, was ſie von mir verlangen wird, zu unterwerfen. Du ſiehſt es, Germain, ich bin wirklich verliebt, denn ich erkenne mich nicht mehr, und bei Blanca werde ich, glaube ich, furchtſam ſein wie ein Kind.

Man wird ſehen, ob dieß lange dauern wird, gnädiger Herr.

Ach! Du begreifſt nicht, was ich fühle!.. Ger⸗ main, Du wirſt morgen früh nach Paris gehen; ich werde Dir ſo viel Geld mitgeben, als Du nöthig haſt, um das Schönſte, Neueſte zurückzubringen, was Du an Putzwaaren, Stoffen und Juwelen auf⸗ finden wirſt. Spare nichts, wofern es Blanca ge⸗ fällt. 4

Zählen Sie auf mich, gnädiger Herr.

Was ſind in dieſem Schloſſe für Bediente?

Der alte Schloßvogt, der ſich nie vom Thore entfernt... er hält ſich für den Schirmvogt einer