ihre Kniee zittern, die Roſen ihrer Geſichtsfarbe ver⸗
ſchwinden und ohne einen einzigen Schrei ausgeſtoßen zu haben, ſtürzt ſie auf den Boden nieder. Glück⸗ licher Weiſe fängt ſie der Marquis in ſeinen Armen, trägt ſie auf das Bett und klingelt heftig. Alsbald erſcheint Germain.
„Hülfe!“ ſagt der Marquis lebhaft bewegt;„ſie iſt ohne Bewußtſein... befindet ſich kein Frauenzimmer in dieſem Schloſſe?“
„Verzeihen Sie, gnädiger Herr...“
Germain ruft Marie; die wohlbeleibte Bäuerin
eilt herbei.„Ich fordere ſie auf, alle ihre Aufmerk⸗
ſamkeit dieſem jungen Frauenzimmer zu widmen,“ ſagte der Marquis zu ihr,„und ſie keinen Augenblick zu verlaſſen. Wenn ſie nicht ſchnell wieder zum Be⸗ wußtſein kommt, ſo eile ſie, es mir zu ſagen.“
„Gut, gut, gnädiger Herr,“ erwiederte Marie, ſich verbeugend. Villebelle verließ hierauf mit Germain das Gemach.
Der Marquis, durch die Eile ermattet, mit der er die Reiſe von Paris gemacht hat, begibt ſich in ſein Zimmer und wirft ſich auf ein Ruhebett. Während Germain ihm ſeine Reiſekleider abnimmt, erkundigt er ſich nach dem, was Blanca ſeit ihrer Ankunft ge⸗ than und geſprochen hat.
„Gnädiger Herr,“ erwiedert Germain,„ſie glaubte ſich bei einem Herrn Urbain, und Ihrem Befehle zufolge habe ich ſie in ihrem Irrthume gelaſſen.“
„Sie ſcheint ihn zu mehr lieben als ich glaubte,“ ſagt Villebelle ſeufzend.


