„Verzeihen Sie mir, reizendes Mädchen, dieſes Schloß gehört mir; Sie ſind nicht bei Urbain, ſondern bei einem Menſchen, der Sie anbezet und Allem auf⸗ bieten wird, um Sie glücklich zu machen.“
Blanca ſcheint dieß nicht zu begreifen; ſie blickt den Marquis mit Entſetzen an und wiederholt:„Ich bin nicht bei Urbain?... Aber, mein Herr, wo iſt er denn?“
„Ich bekümmere mich ſehr wenig um ihn, auch möchte ich es ihm nicht rathen, Sie hier aufzu⸗ ſuchen.“
„Mein Herr, ich muß mit Urbain gehen... man irrte ſich, als man mich hierherführte; ich ſagte es ja immer... Urbain konnte kein ſo großes Haus haben ... nicht wahr, mein Herr, Sie laſſen mich ſogleich wieder zurückführen?“
„Nein, ſchönes Kind!... ich habe Sie entführen laſſen und will Sie Niemand abtreten.“
„Entführen!... was ſagen Sie?... Urbain hat ſich geſchlagen, er hat ſich geflüchtet... deßwegen bin ich mitten in der Nacht abgereist...“
„Man mußte Ihnen dieß wohl ſagen, damit Sie gutwillig abreisten...“
„O, mein Gott! iſt es möglich!. Aber nein, mein Beſchützer, Herr Touquet ſelbſt hat mich in den Wagen ſteigen heißen...“
„Ja, anbetungswürdige Blanca, es iſt Ihr Be⸗ ſchützer, der ehrliche Touquet, der meine Plane beför⸗ dert und Sie meiner Liebe übergeben hat.“
Blanca begreift endlich die ſchaudervolle Wahrheit:


