Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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gerne dahin begeben, wenn es gewiß überzeugt iſt,

ſeinen Geliebten dort zu finden.

Blanca zählt die Stunden; die Pendeluhr hat neun Uhr geſchlagen.Er kann nicht länger zögern, ſagt das liebenswürdige Kind zu ſich,vorausgeſetzt, daß ihn nichts auf ſeinem Wege aufgehalten hat, und Herr Touquet ſagte mir doch, er werde vor mir ankommen!.

Sie ſeufzt und thut einige Tritte in dem Zimmer, öffnet ſodann ein Fenſter, begibt ſich auf den Balkon, betrachtet den Wiederſchein des Mondes in dem ruhigen Waſſer des Sees und ſtaunt über die Stille, die im Schloſſe herrſcht, wo Alles, wie auf dem Gemälde, das der Mond ihren Augen darbietet, zu ſchlafen ſcheint. Dieſe tiefe Ruhe verkündet Urbains Ankunft nicht, und in dieſem Augenblicke hätte Blanca ge⸗ wünſcht, daß einiges Geräuſch die Stille der Nacht zuweilen geſtört hätte; um ſich aber zu tröſten, ſagte ſie zu ſich:Ich wohne vielleicht fern von dem Ein⸗ gange des Schloſſes; dieſe Wohnung iſt ſo groß!... ich kann nicht hören, was in den andern Theilen des Gebäudes vorgeht.

Eine andere Stunde verſtreicht und Unruhe und Traurigkeit bemächtigen ſich der jungen Liebenden, die ſich abwechslungsweiſe von ihrem Zimmer auf den Balkon begibt, dann die Thüre jenes Gemaches öffnet und einige Schritte in der Galerie macht. Freude und Hoffnung beleben ihre ſchönen Augen nicht mehr und nur mit Mühe hält ſie ihre Thränen zurück; ſie ſinkt in einen großen Lehnſeſſel, mit ſchluch⸗