Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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Jedes Wort von Germain erhöht Blanca's Er⸗ ſtaunen, die nicht begreift, wie ihr ſanftmüthiger Freund ſie in einem ſolchen Grade habe täuſchen können, und doch die Verrätherei, deren Opfer ſie iſt, nicht argwohnt. Der Bediente zieht eine Klingel: eine junge Bäuerin tritt in das Zimmer und begrüßt Blanca, die ihren Gruß mit Güte erwiedert, auf eine linkiſche Weiſe.

Mademoiſelle, ſagte Germain,dieſes junge Mädchen wird Ihre Befehle vollziehen; ſie wird Sie als Kammerfrau bedienen, wenn Sie ihre Dienſte annehmen wollen.

O, ich bediene mich ſelbſt und habe Niemand nöthig; ich danke Ihnen.

In jedem Falle wird Marie erſcheinen, ſobald Sie ihr klingeln werden. Sie werden nach den

Beſchwerden Ihrer Reiſe der Ruhe bedürfen; wir

wollen uns entfernen...

Ja... da er doch vor Abend nicht ankommen wird, ſo will ich verſuchen, ein wenig zu ſchlafen; die Zeit wird mir ſo weniger langweilig werden...

Germain gibt Marie ein Zeichen, die nach zwei höflichen Verbeugungen das Gemach verläßt, gefolgt von dem Bedienten des Marquis.

Als ſich Blanca allein in ihrer neuen Wohnung ſieht, wirft ſie von Neuem erſtaunte Blicke um ſich. Alles, was ihr ſeit dem Abend des vorigen Tages begegnet iſt, ſcheint ihr ein Traum; ſie bleibt vor den Möbeln, den Spiegeln ſtehen und murmelt

Paul de Kock. KVIII. 2.