Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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Armer Urbain, welche Langeweile!... Noch bis auf den Abend warten zu müſſen...

Wenn Sie mir folgen wollen, Madame, ſo werde ich Sie in die Gemächer führen, die man in der Eile für Sie eingerichtet hat.

Ich bin keine Madame, ich heiße Blanca. Wir ſind noch nicht verheirathet... aber ſobald er an⸗ kommt, hoffe ich ſeine Frau zu werden. Gehen Sie voran, mein Herr, ich folge Ihnen.

Der Bediente tritt in eine große Hausflur, ſteigt eine Marmortreppe hinauf und führt Blanca durch prächtige Galerien, die auf der einen Seite durch Glasfenſter von verſchiedenen Farben verſchloſſen ſind, welche die anziehendſten Gegenſtände der Mythologie darſtellen.

Blanca kann nicht müde werden, Alles, was ſich ihrem Anblicke darbietet, zu betrachten; da ſie ſich von ihrem Erſtaunen nicht erholen kann, bleibt ſie ſtehen und ſagt mit rührender Stimme zu Germain: Mein Herr... ich bitte Sie, ſagen Sie mir die Wahrheit... gehört dieſe herrliche Wohnung ihm?

Ja, Fräulein, dieſes Schloß gehört ihm.

Ach, ich vermuthete doch, daß es ein Schloß ſei! ... Er ſagte, er habe nur ein kleines Haus; dieſes ſcheint mir unermeßlich. Allein man muß ſehr reich ſein, wenn man ein ſolches Schloß hat, und Urbain bedauerte zuweilen, daß er kein großes Vermögen mit mir zu theilen habe.

Er hatte dabei die Abſicht, Sie zu überraſchen⸗ Mademoiſelle.