Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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öffnet den Kutſchenſchlag und reicht Blanca mit höchſt ehrerbietiger Miene die Hand, um auszuſteigen.

O nein!... ich will nicht ausſteigen, ſagte das liebenswürdige Kind, den Bedienten erſtaunt anblickend; nicht hierher will ich... man täuſcht ſich ohne Zweifel. Das iſt ein Schloß und kann Urbains Wohnung nicht ſein; zudem würde er mir augenblicklich entgegen⸗ eilen.

Nein, Madame, man hat ſich nicht getäuſcht, erwiedert Germain, der Bediente des Marquis, der zwei Stunden vor dem Wagen angekommen war, um dem Schloßvogt Befehle zu ertheilen und für Blanca eine Reihe Zimmer zubereiten zu laſſen. Hier iſt das Ziel Ihrer Reiſe und Alles iſt zu Ihrem Empfange angeordnet..

Hier? ſagt Blanca, ſpringt ſchnell aus dem Wagen und wirft dann erſtaunte Blicke um ſich. Aber wo iſt er denn? wiederholt ſie mit Ungeduld.

Er iſt noch nicht angekommen, Madame, er⸗ wiedert Germain, der von ſeinem Herrn den Befehl empfangen hat, Niemand zu nennen und das junge Mädchen in der Vorſtellung zu beſtärken, die ſie ſich von dieſer Reiſe gebildet haben würde.

Wie, er iſt nicht angekommen!... ich glaubte, er ſei vor mir abgereist. Er iſt alſo nicht geraden

Veges hierher gekommen!... Ach, ich begreife: er

fürchtete verfolgt zu werden und war daher genöthigt,

ſich zu verbergen und Umwege zu machen.. Das iſt es, antwortet der Diener lächelnd,und

ich glaube nicht, daß er vor Nacht ankommen wird.