und verkünden die Wiederkehr des Frühlings. Weiter⸗ hin kommt man durch ein Dorf, deſſen Einwohner ſich unter der Thüre ihrer Häuſer oder an ihren Fenſtern zeigen, begierig, den Wagen zu ſehen, der an ihnen vorüberrollt. Das Bild des Friedens und der Geſundheit ſpiegelt ſich auf dem Geſichte jedes Bauern ab; dieß iſt ihr einziger Schmuck, denn die Reinlichkeit gehört nicht unter die Tugenden der Land⸗ leute, deren Kinder auf Miſthaufen in Geſellſchaft von Gänſen und Enten ſpielen. Allein die Natur iſt nicht immer anmuthig, und nicht in der Umgegend von Paris darf man Florians Hirten, Bertins Schäfer und die verführeriſchen Dorfbewohnerinnen unſerer komiſchen Opern ſuchen.. 5
Einer einfachen und reinen Seele gefallen länd⸗ liche Gemälde ſtets, und als Blanca Dörfer, Weiler und Pachthöfe an ihr vorüberfliehen ſah, rief ſie aus: „Welche Wonne, hier zu wohnen, in dieſen Feldern und Gehölzen umherzuſchwärmen; ach, wie glücklich werde ich bei Urbain ſein!“
Die Felder und Gehölze waren in der That reizen⸗ der als die Straße des Bourdonnais und das düſtere Haus des Barbiers.
Der Wagen hält nicht an; der Poſtillon hat Be⸗ fehl, bis an das Schloß zu fahren und ſollten die Pferde auch zu Grunde gehen. Blanca weiß nicht, in welcher Entfernung von Paris Urbains Landhaus liegt, und da ſie ſich übrigens nicht erinnert, ſch je in einem Wagen befunden zu haben, ſo ſcheint es ihr, man müſſe, wenn man ſo ſchnell fortrolle, eine
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