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Ach! wie ſehr verlangt es mich, bei ihm zu ſein!... Und Margarethe, ſie hat nicht einmal Abſchied von mir genommen... es ſcheint, als wolle mich die ganze Welt verlaſſen!“ 3
„Blanca trocknete einige Thränen, die ihre Augen
benäßten und blickte dann nach den Fenſtern der Kut⸗
ſchenſchläge, allein die Dunkelheit ließ ſie keinen Gegenſtand wahrnehmen. In den Hintergrund des Wagens zurückſinkend, ſeufzte ſie und ſagte zu ſich: „Wo ſind wir?.. ich weiß es nicht... allein es ſcheint mir, als gehe es ſehr ſchnell. Ach, um ſo beſſer, ich werde deſto früher bei Urbain ſein.“ Endlich fängt es an, Tag zu werden. Blanca, die den Kopf jeden Augenblick dem Kutſchenſchlage nähert, fängt nun an, Bäume, Felder und Häuſer dunkel zu unterſcheiden. Bald zerſtreut ſich der Nebel gänzlich und das junge Mädchen kann nicht müde werden, das Gemälde des Tagesanbruchs und die verſchiedenen Gegenden, die vor ihr zu fliehen ſchei⸗ nen, zu bewundern. Die Berline rollt jetzt auf einer Straße dahin, die bloß von Bäumen und Hecken begrenzt iſt; die Zweige einiger alten Eichen berühren zuweilen den obern Theil des Reiſewagens, und dieſes unerwartete Rauſchen macht die junge Reiſende beben. Plötzlich aber erweitert ſich der Geſichtskreis bedeutend: die Straße iſt von Wieſen und Ackerfeldern begrenzt,⸗ ſchon iſt der emſige Landmann an ſeiner Arbeit, ſchon zieht der Pflug Furchen und der Spaten ſucht der Erde eine neue Geſtalt zu geben. Die Bäume ſind noch blätterlos, allein ihre Gipfel röthen ſih


