Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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Es kam mir nie in den Sinn, ihn deßwegen zu fragen. Geſtern, als ich ihm auf der Stelle erklärte, ſeine Liebe für Blanca ſei eine Narrheit, entfernte er ſich unter Drohungen, auf die ich wenig achtete.

Durch keine Nachforſchungen können wir ihm alſo auf die Spur kommen! Aber wie hat er bis zu Blanca gelangen können?

Dazu hatte er bloß einige falſche Schlüſſel nöthig, und Sie wiſſen, in dieſer Stadt iſt man in ſeinem eigenen Hauſe nicht mehr ſicher!

Urbain kann einige Minuten lang kein Wort her⸗ vorbringen; der Barbier vermeidet ſtets ſeine Blicke. Endlich ruft der junge Menſch aus:Adieu, mein Herr, ich gehe, um die aufzuſuchen, die Sie mir zur Braut gegeben haben.

Möchte Ihnen Ihr Unternehmen gelingen! ant⸗ wortet der Barbier mit finſterer Stimme, während Urbain ſich raſch entfernt, ganz mit Blanca beſchäftigt, aber nicht wiſſend, wohin er ſeine Schritte lenken ſoll.

Urbain nimmt ſeinen Weg zuerſt nach mehreren Thoren von Paris; oft fragt er, ob man in der vorigen Nacht die junge Frau, deren Bild er ent⸗ wirft, nicht vorübergehen geſehen habe. Er iſt über⸗ zeugt, Jedermann müſſe Blanca bemerken und ihre reizenden Geſichtszüge werden überall Aufmerkſamkeit erregen. Allein er erfährt nichts, kaum antwortet man ihm: ſeine Kleidung iſt zu einfach, als daß man ſich gefällig gegen ihn erwieſe; denn in der guten alten Zeit mußte man ſo gut als heutigen Tages Gold aus⸗