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Leben nicht an Blanca's Leben? Ich werde keine Ruhe haben, bis ſie mir wieder gegeben iſt!“
„Gut, gut, mein theurer Urbain. Daß ich Sie ſo reden höre, belebt meine Hoffnung wieder; übrigens
hatte unſere arme Kleine einen Talismann bei ſich,
und dieß beruhigt mich ein wenig.“
„Erzählen Sie mir doch alle Umſtände... Ein Herr iſt gekommen, ſagen Sie?“
„Ja, und er gab vor, mein Herr habe ihn ge⸗ ſchickt und er habe mit Blanca zu reden.
„Der Elende! Und was hat er ihr geſagt?“
„Complimente... er ſprach wie ein großer Herr und er hatte auch die Tracht und das Ausſehen eines ſolchen, obſchon Herr Touquet behauptete, er ſei ein Elender ohne Rang und Heimath!“
„Er kennt ihn alſo?“
„Ohne Zweifel; ich geſtehe Ihnen, daß ich mich vor ihm fürchtete, obſchon er nicht bösartig ausſah; aber ein ſtolzer Blick... ein gebieteriſcher Ton Es betrübte mich ſo ſehr, daß ich ihm geöffnet hatte.“
„Und Blanca?“ 44
„Die arme Kleine zitterte... alles das währte nicht lange. Wir hörten Herrn Touquet zurückkehren⸗ alsbald nahm der Fremde ſeinen Mantel, grüßte Blanca und begab ſich zu meinem Herrn. Ich war ihm nachgefolgt,⸗ allein man ſchickte mich zurück und weiter weiß ich nichts von der Sache.“
Urbain verläßt Margarethen; er ſtürzt aus dem Zimmer: in einem Augenblicke befindet er ſich vor
dem Barbier, deſſen kalte und finſtere Miene gegen


