Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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der Zeit hatte erſinnen können, um das Auge zu blenden. Chaudoreille tritt in mehrere Boutiken; er findet nichts, das ſchön, friſch, glänzend genug für ihn iſt. Er befiehlt ein Wamms von roſenrothem Sammt mit 2 Schnürbändern von weißem Atlas, ähnliche Hoſen, einen kirſchfarbenen ſilbergeſtickten Mantel und einen Gürtel mit Krepinen und goldenen Eicheln. Alle dieſe Gegenſtände koſten ihn einen Theil ſeines Ver⸗ mögens; aber da er gewiß weiß, daß er die Pharo⸗ beank ſprengen wird, ſo ſpart er nicht und muß in zwei Tagen gekleidet ſein wie die eleganteſten Hof⸗

4 delleute. Hierauf begibt er ſich in eine der beſten Schenken der Stadt, läßt ſich ein nahrhaftes Mittageſſen

und ausgeſuchte Weine auftragen, und da er die Be⸗ merkung gemacht hat, daß es nicht ſo leicht iſt, als man glaubt, zwei Mal zu Mittag zu ſpeiſen, was für die reichen Leute, die nicht wiſſen, wie ſie ihre Zeit zubringen ſollen, eine große Wohlthat wäre, ſucht er ſeine Mahlzeit zwei Mal ſo lange dauern zu laſſen . als gewöhnlich..

b Um fünf Uhr Abends verläßt er endlich den Tiſch 3 mit erleuchtetem Geſichte, glänzenden Augen und ein wenig wankenden Füßen. Er entfernt ſich aus der Schenkez doch iſt es noch zu bald, um in's Spielhaus zu gehen, in das ſich die großen Spieler erſt gegen neun Uhr begeben, und um ſich die Zeit bis dahin zu ver⸗ treiben, faßt er den Entſchluß, das Schauſpiel zu be⸗ ſuchen, was er ſchon ſeit langer Zeit nicht mehr ge⸗