Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

132

einander und trage einen Haufen Gold fort! Wie werde ich es anfangen, um alles das zu verpraſſen? Ach, welch' ein herrlicher Gedanke: ich werde des Tags zwei Mal zu Mittag und zu Nacht ſpeiſen, dadurch werde ich mich für mein oftmaliges Faſten entſchädigen.

Marcel, den das Glück nicht begünſtigt hat, ſchläft ein, während Chaudoreille Plane entwirft und ſeine Goldſtücke zählt, und der Tag bricht an, ohne daß der Letztere die Augen hat ſchließen können, denn beim geringſten Geräuſche ſchrickt er zuſammen und fährt mit der Hand an ſeinen Schatz, den er in ſeinen Gürtel geſteckt hat. Chaudoreille weckt Marcel au und befiehlt ihm, eine Sänfte zu holen; allein Mar kann das Haus nicht verlaſſen und behauptet, er dür bloß den Befehlen des Marquis gehorchen. Chau reille ſpielt abermals den Unverſchämten: reit und droht; da er aber ſieht, daß ſich Marcel durch nichts rühren läßt, ſo faßt er den Entſchluß, zu Fuß nach Paris zurückzukehren.

Das Männlein glaubte, es ſei um ſechs Zoll größer, ſeit es über ſo viel Gold zu verfügen hat. Es blickt die Vorübergehenden kaum an, ſeine Naſe ſcheint den Himmel zu bedrohen und es erſtaunt dar⸗ über, daß die Schildwache am Schlagbaume das Gewehr nicht vor ihm präſentirt. Nachdem es ein reichliches Frühſtück eingenommen hat, geht es einige Stunden lang im Palais ſpazieren, das Richelieu kurz zuvor hatte erbauen laſſen und in dem man Alles verſchwendet hatte, was der Luxus und der Geſchmack