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„Du nimmſſt es alſo jetzt nicht übel, daß ich mich an Deinen Tiſch ſetze?“
„Wie, ſollte ich das Unglück gehabt haben, Dir das zu ſagen?“
„Sicherlich.“
„Ich! ich habe eine ſolche Dummheit ſagen können?“
„Ja, ohne Zweifel.“
„Ich war alſo betrunken! Ich hatte alſo den Kopf verloren!“
„Ich weiß nicht, was Du verloren hatteſt, aber Du haſt es geſagt.“
„Hör', Marcel, wenn ich Dir ſolche Dinge ſage,* ſo erlaube ich Dir, mir zu fluchen.“
„Es iſt gut, ſprechen wir nicht weiter davon.“
In dieſem Augenblicke ertönte die Klingel der Gartenthüre. Chaudoreille ſtößt einen Schrei aus, will aufſtehen und ſinkt auf ſeinen Stuhl zurück.
„Sollte es wohl der gnädige Herr ſein,“ ſagte Marcel, nahm ein Licht, eilte fort, um zu öffnen und ließ ſeinen Gaſt zwiſchen Furcht und Hoffnung ſchwebend zurück.
Marcel kommt bald zurück; er iſt allein, aber er hat eine kleine Rolle in der Hand, die er mit den Worten:„Dieß ſchickt Dir der gnädige Herr!“ auf den Tiſch vor Chaudoreille hinlegt. Zugleich über⸗ reicht er ihm ein Papier, auf das einige Zeilen mit Bleiſtift geſchrieben ſind.
Chaudoreille iſt außer ſich; er blickt bald die Rolle, bald das Papier und bald ſeinen Freund Marcel an.
Paul de Kock. LVII. 9


