Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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müſſen thätig ſein. Seien Sie auf der Lauer, machen Sie den Barbier geſprächig, ſuchen Sie die geringſten Handlungen des Marquis zu erfahren und kommen Sie, um mir Bericht davon abzuſtatten. Man wird kein Mißtrauen in Sie ſetzen und dieß iſt uns noth⸗ wendig. Gehen Sie und ſeien Sie darauf bedacht, mich von dem unbedeutendſten Umſtande zu unter⸗ richten, wenn er meine Liebe betreffen kann.

Man wird Ihnen gehorchen, erwiedert Chau⸗ doreille, ſich tief verbeugend. Julia klingelt, die Alte kommt und führt auf ein Zeichen ihrer Gebieterin den Ritter bis an die Hausthüre, ohne ihm ein Wort zu ſagen.

Als ſich Chaudoreille auf der Straße ſieht, athmet er freier.Alle Teufel! ſagte er zu ſich,jetzt ſtecke ich über Hals und Kopf in Intriguen: ich bin Julia's Agent, der Geſchäftsmann des Marquis, der Vertraute des Barbiers, und was das Schönſte iſt, ich erhalte von allen Dreien Geld. Das geht nicht übel! Der Henker, der Beutel iſt gut geſpickt! Morgen laſſe ich mich ganz neu kleiden. Ich habe ein Paar fleiſch⸗ farbene Beinkleider im Auge; dieß wird mir ſtehen wie einem Engel! Aber vergeſſen wir den wichtigſten Artikel nicht: die hundert Piſtolen, die der Marquis mir geben muß, wenn ihm Blanca gefällt, und eilen wir in das Luſthaus. O Fortuna, du behandelſt mich wie ein verdorbenes Kind! Allein man muß geſtehen, daß du dich an einen ſehr gewandten Schalk wendeſt. Uunter ſolchen Betrachtungen hat ſich Chaudoreille in die Vorſtadt St. Antoine begeben; gegen acht Uhr