Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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K

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Ohne Zweifel, weil ich ſelbſt der Liebesbote...

Still! Unterbrechen Sie mich nicht. Wenn ich meine Schwäche nicht zu verbergen ſuche, ſo kommt dieß daher, daß ich, weit entfernt, dem Eigennutze, der Ehrſucht nachgegeben zu haben, mich bloß durch die Liebe habe beſtegen laſſen, und in den Augen einer Frau entſchuldigt die Liebe viele Fehler. Ja,

ich liebte den Marquis ſchon lange, ich hatte ihn 1

oft auf den öffentlichen Spaziergängen bemerkt... und ungeachtet alles deſſen, was man mir über ihn ſagte, konnte ich dem Gefühle, das er mir einflößte, nicht widerſtehen. Mein Herz flog dem ſeinigen ent⸗ gegen... erſtaunen Sie daher nicht, daß ich mich in Ihre Vorſchläge ſo leicht gefügt habe; ich ſchmeichle

mir, der Marquis werde das brennende Feuer, das

mich verzehrt, theilen! Ich glaubte Kraft genug zu beſitzen, um ihm meine Liebe nicht eher zu zeigen, als bis ich mich von der ſeinigen verſichert hatte... Ach! ich vertraute zu ſehr auf mich; es gelang ihm ſo leicht, mich zu überzeugen, daß er mich liebe! Der Undankbare!... Jene Liebe, die er mir ſchwor, hat bereits der Kälte, ja der Gleichgültigkeit Platz gemacht!... und ich... ich... ich fühle, daß ich ihn mehr liebe als je!

Julia iſt lebhaft geworden, ihr Blick funkelt, ihre ganze Perſon drückt die gewaltige Leidenſchaft aus, der ſie preisgegeben iſt. Chaudoreille aber, ſehr er⸗ ſtaunt über das Gehörte und faſt erſchrocken über Julia's Zuſtand, rückt ſeinen Stuhl um ſo weiter weg, je hitziger Julia wird..