Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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Dieſes ſprechend wirft er ihr einen zärtlichen Blick zu und ſagt bei ſich:„Ich war ſtets der Mei⸗ nung, daß ſie mich liebe... Nun bin ich der Neben⸗ buhler des Marquis!... das iſt wüthend kitzelig!“

„Setzen Sie ſich, Herr Chaudoreille,“ ſagte Julia, die ſich einige Augenblicke lang an der Verlegenheit und Liebesäugelei des Männleins zu ergoͤtzen ſcheint. Dieſer wird immer kühner und will ſich neben Julia auf den Sopha niederſetzen, allein die junge Frau deutet auf einen ihr gegenüberſtehenden Seſſel und gibt dem Ritter ein Zeichen, ſich darauf zu ſetzen.

„Sie fürchtet mich,“ ſagte Chaudoreille bei ſich und ſetzte ſich nieder;„ſie fühlt, daß ſie mir nicht widerſtehen könnte und will ihre Niederlage ver⸗ zögern. Verfahren wir nicht zu raſch: meine Augen werden genug für mich thun.“

„Errathen Sie, warum ich Sie habe kommen laſſen?“ ſagte die junge Italienerin, ihn boshaft an⸗ blickend.

„Aber, ſchöne Dame... ich ſchmeichle mir, ich vermuthe... es gibt Dinge, die man errathet, ſobald man auf die Welt kommt!“

„Und ich, ich glaube, daß Sie ſich täuſchen könn⸗ ten,“ ſagte Julia, einen ernſthaften Ton annehmend; „ich werde mich unverzüglich erklären.“

„Ach, mein Gott!“ ſagte Chaudoreille zu ſich,

erſchrocken über Julia's veränderten Ton;„ſollte ſie ſich wohl meinetwegen tödten wollen?“

„Ich bin die Maitreſſe des Marquis, Sie wiſſen

es wohl.“

K

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