Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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meine Angebetete betrifft: ſie hat keine Eltern und beſitzt kein Vermögen, allein bloß ſie verlange ich von Ihnen; geben Sie mir Blanca, ſie genügt zu meinem Gllücke. Ich bin auch Waiſe; meine Familie war geehrt und angeſehen, allein ich habe keine Verwandten mehr. Ich heiße Urbain Dorgeville, habe zwölf⸗ — hundert Livres Renten; das iſt wenig, allein ich be⸗ ſitze zu dem noch ein kleines Landhaus an den Ufern der Loire. Da werde ich mit Blanca leben, fern vom Getümmel der Stadt, nach deren Vergnügungen wir uns nicht ſehnen, und von einer Welt, die wir nicht kennen zu lernen wünſchen; da würden wir in Nuhe und Liebe Tage verleben, deren Glück Sie ge⸗ ſicchert hätten.“

Der Barbier ſcheint tief nachzudenken; er erhebt ſich und geht mit großen Schritten und den Kopf auf ſeine Bruſt niedergebeugt im Zimmer umher. Hoffnung und Furcht malen ſich in den Blicken der beiden Liebenden, die mit Ungeduld ſeine Antwort er⸗ warten; endlich bleibt er ſtehen und ſagt zu Urbain: „Sie ſind Waiſe? Herr aller Ihrer Handlungen?“

„Ja, mein Herr.“

„Niemand wird ſcheel dazu ſehen, daß Sie eine

4 Waiſe ohne Vermögen, und von einer, wie Sie wiſſen, unnbekannten Familie geheirathet haben?“

„O! Niemand, ich wiederhole es Ihnen, kann meinem Willen Hinderniſſe in den Weg legen.“

„Sie werden über Blanca's Familie nie andere

Erkundigungen einzuziehen ſuchen, was übrigens ganz unnütz wäre?“—