quet, öffne, fürchte Dich nicht, ich bin's; allein ich muß durchaus mit Dir reden!“
Der Barbier hat geöffnet, und Chaudoreille, deſſen durchnäßte Kleider an ſeinem magern Individuum kleben, das ganz eingeſchrumpft und um drei Zoll abgenommen zu haben ſcheint, tritt gekrümmt in die Hausflur, als ob er gefürchtet hätte, ſeinen Kopf an das kleine Gitter oberhalb der Hausthüre zu ſtoßen.
„Was Teufel führt Dich zu dieſer Stunde hierher?“ ſagte der Barbier, ſeine Thüre wieder verſchließend, während der Gascogner in den Hintergrund ver
Hausflur blickt, um zu ſehen, ob Niemand da ſei.
Endlich legt er einen Finger auf den Mund und ſagt mit gedämpfter Stimme:„Biſt Du in dieſem Augenblicke allein?“
„Ja, ohne Zweifel.“
„Du haſt keine Geſellſchaft?“
„Ei nein, Niemand, ſage ich Dir.“
„Dann iſt es dringend, nothwendig, daß ich mit Dir ſpreche.“
Der Barbier kehrt in den Saal zurück und Chau⸗
voreille folgt ihm dahin⸗ ſtets auf den Zehenſpitzen gehend und rechts und links umherſchauend, als ob er Jemand ſuche.„ „Wohlan! willſt Du jetzt ſprechen?“ ſagte Tou⸗ quet;„was bedeutet dieſer Beſuch um Mitternacht? Glaubſt Du, ich ſei geneigt, Dich zu beherbergen? Geh', es ſind noch Kneipen offen in Paris und Du
kannſt daſelbſt ein Lager finden, aber mein Haus iſt
keine Freiſtätte für Nachtſchwärmer!“


