Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

17

als daß ſeine Entfernung von der falſchen Bäuerin ihn hindern könnte, den Ort ihres Rückzugs zu er⸗ kennen: nicht ohne das größte Erſtaunen bemerkt unſer Liebesritter, daß ſeine Schöne ſich in die Wohnung ſeines Freundes Touquet geflüchtet hat.

Er nähert ſich der Hausflur, in der Vermuthung, man habe ſie aus Verſehen offen gelaſſen; allein ſie iſt wieder verſchloſſen, und zudem hat die von ihm ver⸗ folgte Perſon keinen Augenblick über die Wahl ihres Zufluchtsortes geſchwankt; Alles ſcheint anzudeuten, daß ſie geſonnen geweſen ſei, ſich zu dem Barbier zu begeben. Dieſes Ereigniß eröffnet Chaudoreille's Muthmaßungen eine weite Bahn und regt ſeine Neu⸗ gierde im höchſten Grade auf; er iſt entſchloſſen, ſich nicht eher von dem Hauſe zu entfernen, als bis die Bäuerin es wieder verlaſſen hat.

Allein vergebens hält Chaudoreille, der die Augen auf das Haus geheftet hat und in Blanca's Zimmer fortwährend Licht bemerkt, Schildwache. Bald fängt der Regen an zu praſſeln und ungeſtüm toben die Winde, allein obſchon der Ritter durch ein Schirm⸗ dach, unter das er ſich geflüchtet hat, nur ſchwach ge⸗ ſchützt iſt, ſo fällt es ihm doch nicht ein, den Platz zu verlaſſen, und ſich ſo gut als möglich in ſeinen kleinen Mantel hüllend, ſagt er zu ſich:Sie muß doch wohl endlich das Haus verlaſſen, was Teufel!

woofern nicht... iſt ſie wohl Touquets Maitreſſe? i Bei Gott, ich muß hinter die Sache kommen.. im⸗ mer noch Licht bei meiner ſchönen Schülerin... Hm! Paul de Kock. LVII. 2