Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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V

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laſſen, und ſagte mit ſchwacher Stimme:Ach, mein Gott, Urſula, ſprechen Sie nichts mehr von ſolchen Dingen, das macht mich ganz unruhig; ich weiß nicht, was ich habe... ich glaube, ich habe Luſt zu weinen ... wozu nützt es, Lügen vorzubringen, von Liebe und Liebhaber zu ſprechen... Urſula, man hat mir geſagt, man dürfe von allem dem nichts ſprechen... Ach, mein Gott! ſeit Sie Ihre Mütze nicht mehr auf haben, wage ich es nimmer, Sie anzublicken.

Blanca! theure Blanca!

Ei, Sie fahren fort, den Mann zu ſpielen; das macht mir bange! Urſula, werden Sie wieder Frauen⸗ zimmer, ich bitte Sie!

Nein, Blanca, ich will Sie nicht länger täuſchen: eine männliche Perſon, der zäértlichſte Liebhaber ſitzt neben Ihnen.

In Folge einer plötzlichen Bewegung iſt Blanca aufgeſprungen und hat ſich in die andere Ecke des Zimmers gerettet. Urbain hat ſie nicht zurückzuhalten verſucht, ſondern iſt auf die Kniee geſunken: er ſtreckt ſeine Hände nach ihr aus und ſcheint ihre Verzeihung zu erwarten, während das junge Mädchen Blicke auf ihn heftet, die mehr Verwunderung als Schrecken ausdrücken.

Wie, Sie ſind männlichen Geſchlechts? ſagte das liebenswürdige Kind nach Verflnß eines Augen⸗ blicks.

Ja, Mademoiſelle.

Wiſſen Sie dieß auch gewiß? O ja.