Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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Weiber, die ich bis jetzt geſehen habe! Es iſt alſo in Verberin Mode, ſie ſo zu tragen? Ja, Mademoiſelle. Je mehr ich Sie betrachte... wiſſen Sie, Urſula, daß Sie wie ein Mann ausſehen? Man hat es mir bereits geſagt, Mademoiſelle. f Ol aber das iſt zum Verwundern... Ihre Haare ſind ſo geordnet wie die aller männlichen Perſonen,⸗ die ich auf der Straße gehen ſehe. Mißfalle ich Ihnen ſo? Nein; gleichwohl... das macht einen ſonderbaren Eindruck auf mich. 6 Würde es Sie betrüben, wenn ich männlichen Geſchlechts wäre? Ja, ich glaube, denn Sie könnten dann nicht mehr meine Freundin ſein; ich könnte Sie nicht mehr wie meine Schweſter lieben. Ach, Blanca, wenn ich männlichen Geſchlechtes wäre, ſo würde ich Ihr Liebhaber, der zärtlichſte, der treueſte Liebhaber ſein. Ich könnte Sie inbrünſtig lieben, und die Liebe iſt feuriger als die Freundſchaft. Wenn Sie nun meine Zärtlichkeit theilten, wo gäbe 3 es dann einen glückſeligern Sterblichen, als ich bin! Theure Blanca, gibt es auf der Erde ein köſtlicheres Gut, als der Beſitz Ihres Herzens? Um mir ihn zu verſchaffen, würde ich die Hälfte meines Lebens hin⸗ 3 geben! Bei dieſen Worten ſuchte Urbain, den die Liebe hinriß, ſeine Stimme nicht mehr zu entſtellen; er hielt Blanca noch immer in ſeinen Armen, und dieſe hatte ſich auf die Kniee des Studenten hinziehen

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