Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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Wollen Sie, daß ich Sie entkleiden helfe? Wie Sie P ſeufzen... haben Sie Kummer? Sie werden mir das erzählen... es iſt ſo angenehm, eine Freundin zu haben, ihr Alles zu ſagen, was man denkt. Laßt uns ½ ſehen... laßt uns zuerſt dieſe Haube abnehmen, die das ganze Geſicht verhüllt; ich bin überzeugt, daß die meinige Ihnen beſſer ſtehen würde... wir wollen es probiren; allein ſetzen Sie ſich doch nieder, Sie ſind ſo groß, Urſula, daß ich nicht wohl zu Ihrem Kopfe hinauflangen kann.

Der junge Student läßt ſich auf einen Seſſel führen; er ſitzt nieder, und vor ihm ſtehend fängt Blanca an, die Stecknadeln wegzunehmen, die ſeine Haube und ſeine großen braunen Locken feſt halten. Urbain läßt das liebenswürdige Kind ſeine Kopfbe⸗ deckung abnehmen: er iſt entſchloſſen, ſich ihr zu ent⸗ decken; ſie müßte ja doch früher oder ſpäter die Wahrheit erfahren, und es kommt nur darauf an, ſie nicht zu erſchrecken, ſondern ſie Schritt für Schritt auf die Metarmophoſe vorzubereiten.

Die letzte Stecknadel iſt entfernt, Blanca nimmt die Haube weg, und die braunen Locken des jungen Menſchen wallen nach allen Seiten hervor und be⸗ decken ihm Stirne und Nacken. Blanca ſtößt einen Schrei aus und bleibt regungslos ſtehen. Urbain,

der bereits befürchtet, ſie möchte ihm entfliehen, faßt

ſie ſanft um den Leib.

Ahl wie drollig das iſt, ſagt endlich Blanca, Urbain noch immer mit Verwunderung anblickend,

4Ihre Haare ſind nicht ſo geordnet wie die aller