durch den Regen unterbrochen, der praſſelnd und in
Strömen herabfällt und den der Wind gegen die Fenſter wirft. „Welch' ſchreckliches Wetter!“ ſagte Blanca. „Ja,“ ſagte Margarethe, dem Feuer bei jedem Windſtoße näher rückend,„dieſe Nacht wird uns ſehr 4
wenig Ruhe gönnen.. ich weiß nicht, aber es ſcheint mir, daß mir etwas Außerordentliches begegnen muß; dieſe Fledermaus, welche ich bemerkt habe... und in meinem Traume alle dieſe Leute, die auf Beſenſtielen zum Sabbat ritten... ah, das deutet viele Dinge an!“
„ Sicherlich,“ ſagte Urbain, und die Alte ſchließt, um ſich zu ermuthigen, den Talisman heftig und feſt in ihre Hände.
Urbains Geſchichte hat ſehr lange gedauert und Margarethe nichts geſagt, weil ſie mit dem Schla⸗ fengehen keine Eile hat. Blanca, die ſich nie anders als ungern von Urſula trennt, ließ ſich's eben nicht angelegen ſein, ihr zu bemerken, daß es ſpät ſei⸗ und von dem jungen Studenten läßt es ſich nicht erwarten, daß er zuerſt an's Weggehen denkt..
Indeſſen ſchlägt die Glocke und man zählt elf Uhr.„O Himmel, elf Uhr!“ ruft Blanca aus.
„Ach, mein Gott!“ ſagte Margarethe bebend,„in. einer Stunde iſt es Mitternacht!“
„Aber, meine Beſte, Urſula kann nicht ſo ſpät und bei ſolchem Wetter nach Hauſe kehren... ſtill⸗ hören Sie den Regen?... er fällt in Strömen herab
.. bei ſolcher Witterung nach dem Thore St. Antoine zu gehen... das iſt unmöglich.“.


