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Urbain begab ſich ſeiner Gewohnheit gemäß zu Blanca, als er unterwegs Chaudoreille's Eroberung gemacht hatte. Nachdem er ſich ihn auf eine ſo heroiſche Weiſe vom Halſe geſchafft hat, eilt er nach dem Hauſe des Barbiers, tritt in die Hausflur, die man ihm öffnet, und kommt zu Blanca, noch ganz aufgeregt von dem Abenteuer.
„Was haben Sie aber, meine liebe Urſula,“ ſagte Blanca zu ihr,„Sie ſcheinen ſehr aufgeregt...“
„Ja, in der That,“ antwortet Urbain,„ſo eben in der Straße... ſchlugen ſich zwei Menſchen, dieß hat mich erſchreckt...“
„Armes Kind,“ ſagte Margarethe,„allein hatte ſie ihren Talisman nicht bei ſich?“
„O ja, Mademoiſelle, deſſen ungeachtet war es
mir bange.“
„Ich glaube es Ihnen gern,“ ſagte Blanca,„allein erholen Sie ſich, meine theure Freundin.“
Blanca's ſanfte Worte haben Urbain ſein Aben⸗ teuer bald vergeſſen gemacht. Seinem Verſprechen gemäß muß er eine ſonderbare Geſchichte erzählen, die einem ſeiner Vetter begegnet iſt; er hat es den Tag zuvor verſprochen und Margarethe beeilt ſich, ihn zu hören. Die alte Dienerin hat Zerſtreuung nöthig, ſie hat in der verfloſſenen Nacht einen ſchreck⸗ lichen Traum gehabt und des Morgens bei ihrem Erwachen eine Fledermaus an ihrem Fenſter erblickt: das Alles iſt ſehr beängſtigend und den ganzen Tag über iſt Margarethe nicht ruhig geweſen.
Urbain beginnt ſeine Erzählung, er wird zuweilen


