Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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kommen, als er ein Frauenzimmer in der Tracht einer Bäuerin an ſich vorübergehen ſieht. Sie iſt allein, der Ritter blickt nach ihr und kehrt plötzlich wieder um, ihr zu folgen. Die Haltung der Dame hat etwas Entſchloſſenes, das dem gascogniſchen Ritter gefällt, allein ſie läuft ſchnell und er muß der ganzen Schnelligkeit ſeiner Füße aufbieten, um ihr nachzu⸗ kommen. Neben ihr angekommen, will der Galan das Geſpräch mit den hübſchen Redensarten anknü⸗ pfen, welche bei jenen Herren gebräuchlich ſind, die ihre Liebesbedürfniſſe auf der Straße befriedigen und beim Scheine der Laternen auf Eroberungen aus⸗ gehen. Man antwortet dem Ritter nichts, ſondern verdoppelt ſeine Schritte. Unſer Held läßt ſich nicht abſchrecken, trabt fort, den Liebenswürdigen ſpielend, tritt in die Goſſe, die er nicht bemerkt, und beſpritzt ſeine Schöne mit Koth, während er ihr Süßigkeiten ſagt. Indeſſen hat die Perſon, der er folgt, die Straße St. Honoré erreicht. In einer geringen Entfernung von der Straße des Bourdonnais entſchließt ſich Chaudoreille, der immer noch keine Antwort erhält und es nicht bei ſeinen Complimenten bewenden laſſen will, die großen Mittel zu verſuchen: er nähert ſich der Bäuerin und mit ſeiner Hand an ihren Röcken umhergreifend, zwickt er Alles, was in ſeinen Bereich kommt, mit Zärtlichkeit; als Lohn für dieſe Handlung empfängt er alsbald eine ſo derbe Ohrfeige, daß ihn dieſe auf eine vier Schritte von da entfernte Steinſäule ſchleudert.