Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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auf und entſchuldigen ſich, obſchon ſie keine Schuld an dieſem Vorfalle haben; allein Chaudoreille iſt ſo blaß, er ſcheint ſo ſehr zu leiden und macht ſo jäm⸗ merliche Verzuckungen, daß die zwei jungen Leute dadurch gerührt werden. Sie bieten ihm zuerſt ein

Glas Wein an, damit er ſich wieder erholen möge:

der Verwundete ſchlägt ihr Anerbieten nicht aus und trinkt drei Gläſer nach einander; er kann noch nicht gehen, man macht ihm den Vorſchlag, ſich in eine benachbarte Schenke zu begeben: er läßt ſich nicht

bitten; die zwei Landjunker wollen zu Mittag ſpeiſen,

ſie fragen Chaudoreille, ob er nicht bei der Partie ſein wolle: unſer Held ſetzt ſich mit ihnen an den Tiſch, ißt und trinkt für vier Mann, ertheilt ihnen Unterricht im Kegelſpiel, und da er bemerkt, daß er es mit Neulingen von ſanftem und nicht ſehr kriege⸗ riſchem Charakter zu thun hat, ſteht er nach dem Nachtiſche auf und verlangt von ihnen eine Piſtole, als Entſchädigung für den Wurf, den er erlitten hat.

Die zwei jungen Leute blicken ſich erſtaunt an und ſehen ein, daß ſie geprellt worden und mit einem ſehr undelikaten Herrn in Geſellſchaft geweſen ſind;

allein Chaudoreille bleibt aufrecht ſtehen, die linke. Hand in die Hüfte geſtemmt, mit der Rechten den

Griff ſeines Rolands ſtreichelnd, die Augen wie ein Verdammter umherrollend und ſeine Knebelbärte mit der Zungenſpitze beleckend. Die armen Landjunker, die keinen Streit mit einem Menſchen anfangen mö⸗ gen, der entſchloſſen ſcheint, Alles zu zerhauen, wenn

man ihn nicht befriedigt, beeilen ſich, ihrem liebens⸗