Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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Wie, gnädiger Herr? Sie ſchlug meine Geſchenke aus, wollte nur meine Liebe; das iſt in der That herrlich! Beſſen ungeachtet habe ich ihr ein eigenes odit genethet ich wollte ſie nicht in meinem Luſthauſe aſſen, dieß würde mich beläſtigt haben... bei meiner Ehre, ich glaube, daß ich ſie ein wenig liebe... allein ich habe ſo eben zwei ſehr hübſche Frauen in das Juwelen⸗ Magazin da unten treten ſehen... ich will mich dahin begeben, um ſie näher näher zu betrachten...

Mit dieſen Worten entfernt ſich der Marquis eilig, und der Barbier kehrt in ſeine Wohnung zu⸗ rück, an Julia denkend und betrübt darüber, daß er von dem Marquis nicht erfahren konnte, in welche Wohnung er die junge Italienerin gebracht hat.

Chaudoreille hat das Haus des Barbiers in ſehr übler Laune verlaſſen: ein leerer Magen ſtimmt den Geiſt zur Schwermuth. Der gascogniſche Ritter iſt⸗ während er über den Egoismus der Menſchen, die Laune des Glücks und die Art, auf welche er beim Piquet durch irgend einen feinen Betrug gewinnen könnte, philoſophiſche Betrachtungen anſtellt, auf dem Marktplatze Saints Germain angekommen. Außer den verſchiedenen Schauſpielen, die man an dieſem Orte ſehen konnte und die den Zweck hatten, die Gaffer, die Fremden und die jungen Edelleute, welche nach Paris kamen, um da den Ton und die Manieren des Hofs zu lernen, herbeizulocken, ſpielte man hier verſchiedene Karten⸗, Würfel⸗ und Kegelſpiele. Chaudoreille geht unter den Gruppen umher⸗