„Meine Eltern!“ wiederholt Touquet, mit großen Schritten in dem Zimmer auf und ab gehend.„Ich wette Alles, daß ich keine mehr habe... mein armer Vater iſt ohne Zweifel geſtorben; ach! ich war in
meiner Jugend ein böſer Bube... Das Bedürfniß⸗
meine Leidenſchaften zu befriedigen, der Geſchmack
an dem Spiele, der Durſt nach Gold ließen mich
frühzeitig tauſend Exeeſſe begehen...
„Ja, Jugendſtreiche... ich kenne das... Was mich betrifft, ich wurde im ſechsten Jahre gepeitſcht, weil ich eine Haumet heul aus einer Bratpfanne ſtahl; im zehnten, weil ich aus Zerſtreuung den Beutel meiner Großmutter genommen hatte, um zu ſpielen;
im zwölften nahm ich ein Kaninchen vom Bratſpieße und ſteckte die Katze meiner alten Tante an deſſen
Stelle, allein aus lauter Eifer, meinen Raub zu verbergen, vergaß ich, die unglückliche Katze abzu⸗ ziehen, die nun mit ſammt der Haut gebraten wurde: glücklicher Weiſe hatte mein Vater ein kurzes Geſicht⸗ er glaubte, es ſei ein kleiner Friſchling; im fünf⸗ zehnten Jahre...“.
„Ach, was liegt mir an dem, was Du gethan haſt!“ ruft der Barbier ungeduldig aus;„hat Dir
dieſe junge Frau nichts Anderes über mich geſagt?“
„Nein, allein wenn Du willſt, daß ich zu ihr gehen und liſtig mit ihr ſchwatzen ſoll..“
„Schwachkopf! vergißt Du, daß ſie die Maitreſſe
des Marquis iſt? Wenn ihre Herrſchaft vorüber iſt⸗ werde ich ſie ſehen und erfahren...“
Der Barbier ſpricht nichts weiter, er antwortet 4


