Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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. 120. Nachdem der Barbier den Lohn ſeiner Dienſte

empfangen hatte, bekümmerte er ſich wenig mehr

um das, was in dem Luſthauſe vorfiel. Chaudoreille, der die Kneipen nicht verließ, ſo lange er noch einiges Geld in der Taſche hatte, war einen Monat lang nicht bei dem Barbier erſchienen; allein nach Verfluß dieſer Zeit kam er gegen die Mitte des Tages bei ſeinem Freunde an..

Der Gascogner hatte ein noch längeres und hage⸗ reres Geſicht als gewöhnlich, ſeine ganz zerrunzelte Krauſe hatte an mehreren Orten Löcher und die Fe⸗ dern ſeines Huts waren durch die Bandroſe erſetzt, die früher den Griff ſeines Rolands geziert hatte.

Chaudoreille's jämmerliches Ausſehen brachte den Barbier zum Lachen.Woher kommſt Du, ſagte er zu ihm,und was haſt Du gethan, ſeit ich Dich nicht mehr geſehen habe?

Ich habe viel Unglücksfälle erlitten, ſagte Chau⸗ doreille, einen tiefen Seufzer ausſtoßend und aus ſeinem Gürtel den alten ſeidenen Beutel ziehend, den er ſchüttelt, ohne daß ein einziger Thaler herausfällt. Du ſiehſt es, mein Freund, wir ſind bis auf die Null heruntergekommen...

Wie! Du haſt nichts mehr von der Summe, welche ich Dir gegeben habe?

Keinen Heller mehr, mein Theurer! ich bin auf eine unwürdige Weiſe beſtohlen worden...

Das heißt, Du haſt geſpielt?

Ja, ich habe geſpielt, das iſt wahr; ſie haben mich auf eine niederträchtige Weiſe betrogen; wenn