Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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Ich Ihnen Etwas abſchlagen! Ich werde ſingen, Mademoiſelle. 1

O! Sie ſind ſehr gefällig; ich werde Sie mit dem größten Vergnügen umarmen.

Urbain hatte nicht nöthig, durch eine ſo ſüße Belohnung aufgemuntert zu werden; er will ſie auf der Stelle verdienen. Er ſingt und Blanca hört ihm mit Entzücken zu. Dem Antriebe ſeines Herzens nachgebend, gibt der junge Mann ſeiner Stimme noch mehr Ausdruck und Gefühl; unzweifelhaft iſt ſeine Stimme jetzt keine weibliche mehr, und jede andere Perſon als die treuherzige Blanca würde dieſe Veränderung bemerken; allein ſich ganz dem Wonnegefühle, das ſie beſeelt, überlaſſend, iſt ſie weit entfernt, die Wahrheit zu argwöhnen. Regungslos den Kopf nach Urbain hingebeugt und die Augen auf ihn geheftet, ſcheint ſie zu befürchten, es möchte ein Wort für ſie verloren gehen; auch ruft ſie von Zeit zu Zeit aus:Ach, mein Gott! das iſt es... das iſt das Nämliche... es macht den nämlichen Ein⸗ druck auf mich; ach, Urſula, ſingen Sie immer.

Indeſſen hat der Geſang aufgehört, denn Urbain hat die verſprochene Belohnung nicht vergeſſen. Einige Minuten ſcheint Blanca noch regungslos zuzuhören; endlich erwacht ſie aus ihrer Entzückung und ſagt: Es iſt ſonderbar, was für einen ſeltſamen Eindruck dieſe Romanze auf mich macht.

Iſt er unangenehm?

O nein! wenn das wäre, ſo wollte ich die Ro⸗ manze nicht immer hören, und doch muß ich geſtehen⸗