Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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die bei Nacht unter meinem Fenſter geſungen hat... ach, ſie war ſehr lieblich, dieſe Stimme!... die Ihrige, Urſula, gleicht ihr ein wenig. Schade, daß Ihnen die Romanze nicht bekannt iſt, die man ſang.

Sie iſt mir bekannt, ſagte Urbain,ich glaube es wenigſtens, denn ich habe ſie oft ſingen gehört, und dadurch habe ich ſie meinem Gedächtniſſe einge⸗ prägt.

Ah, welches Glück! ſingen Sie mir, Urſula, ich bitte Sie!

Aber wenn Herr Touquet...

O, er iſt in ſeinem Zimmer; übrigens werden Sie ganz leiſe ſingen!... Ah, ſehen Sie, Marga⸗ rethe ſchläft, das iſt eben recht, ſie wird Sie nun nicht zurecht weiſen.

In der That, die alte Magd iſt über dem unauf⸗ hörlichen Beſchauen des kleinen Stückes Tuch einge⸗ ſchlafen. Urbain befindet ſich faſt ganz allein bei ſeiner Geliebten, ſein Herz klopft vor Entzücken, lange Seufzer dringen aus ſeiner Bruſt, und er muß die Augen abwenden, um Blanca's reizenden Blicken nicht zu begegnen.

Nun denn, ſagte das liebenswürdige Kind zu ihm, ein wenig murrend, was ſie noch verführeriſcher machte,wollen Sie mir alſo nicht ſingen? Ach, das wäre ſehr unartig, es macht mir ſo großes Vergnü⸗ gen, dieſe Romanze zu hören... ich werde ſie dadurch auch lernen.. ich bitte Sie, Urſula, Sie ſehen ja, daß Margarethe ſchläft; wohlan, ſchlagen Sie mir meine Bitte nicht ab.