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lieren; ihr wißt, wie ſchnell ſie vorüberflieht, wenn man anziehende Dinge erzählt; ſetzet euch. Urſula wird uns das Abenteuer erzählen, das ihrer Mutter begegnet iſt.“
Urbain, noch ganz aufgeregt durch Blanca's Kuß⸗ beginnt eine Geſchichte, die er am Morgen erſonnen hat und die Margarethen entzückt, weil ſie ihr die wunderbare Kraft des Talismans beweist. Nach be⸗ endigter Erzählung verlangt die Alte die Reliquien zu betrachten, da ſie überzeugt iſt, daß ſie, wenn ſie ſie des Abends berührt habe, bei Nacht in ihrem Zimmer weniger Gefahr laufe. Blanca unterhält ſich hierauf mit Urbain und ſingt ihm mit gedämpfter Stimme eines von den Liedern, die ſie weiß. Das offenherzige Kind kennt die angebliche Urſula erſt ſeit einem Tage und ſchon betrachtet ſie ſie als ihre Schweſter, nennt ſie ihre Freundin und erzählt ihr alle auf ſie Bezug habenden Begebenheiten und Um⸗ ſtände; denn Blanca, die fern von der Welt erzogen
worden iſt, hat ihre Geſinnungen nicht verbergen und
das, was ſie nicht fühlt, heucheln gelernt: ihr Herz iſt rein und ihre Worte ſind nur das Organ deſſen, was ihr dieſes eingibt.
Blanca ermangelt nicht, Urbain den Schlußreim ihrer Lieblingsromanze zu ſingen und dieſer bebt vor Freude, als er ſieht, daß, der Vorſichtsmaßregeln des Barbiers ungeachtet, ſeine Töne ſich in das Ge⸗ dächtniß der ſchönen Blanca eingegraben haben, die zu ihm ſagt:„Gleich das erſte Mal, als ich Sie reden hörte, glaubte ich die Stimme zu vernehmen⸗
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