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eingeführt hat und ſchließt die Hausthüre ganz leiſe wieder zu, indeß ſie zu ihm ſagt:„Morgen ſehen wir uns wieder und vergeſſe ſie nicht, ihren Talisman jedes Mal mitzunehmen.“
Achtes Kapitel.
Die Liebe und die Unſchuld.— Der Segen und der Talisman.
Urbain iſt in einem ſchwer zu beſchreibenden Wonne⸗ taumel in ſeine Wohnung zurückgekehrt: Blanca's Anblick, der ſanfte Ton ihrer Stimme, ihre Anmuth, ihre Offenherzigkeit, ihre anziehende Unbefangenheit haben ſeine Liebe noch erhöht; was er geſehen hat, ſteht weit über dem, was er hoffte, und wenn er be⸗ denkt, daß er ſie den nächſten Tag wiederſehen, ſie wieder hören und mit ihr ſprechen wird, daß ihre ſanfte Hand arglos in der ſeinigen ruhen wird, ſo hat er Mühe, ſich zu beherrſchen.
Schade nur, daß er dem liebenswürdigen Kinde nicht geſtehen kann, wer er iſt und wie viel Liebe ſie ihm eingeflößt hat; allein Urbain fühlt woh, daß er nicht zu raſch zu Werke gehen dürfe und ſch vor Allem Blanca's ganzes Zutrauen erwerben müſſe. In ſeiner weiblichen Tracht wird ihm dieß leiht ſein: ſie hat ihm bereits geſagt, daß ſie ihn liebe Es iſt wahr, das Geſtändniß dieſes Gefühls galt der Urſula, allein der That nach iſt es doch Urbain, der es ihr eingeflößt hat.


