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„Armes Mädchen!... Nun, wir werden Ihre Freundinnen ſein, wir Beide; ja, ich fühle, daß ich Sie bereits liebe, Urſula.“
„Iſt's möglich, Mademoiſelle! Ach, wenn es wahr wäre...
„Wie! wenn es wahr wäre?... o, ich lüge nie⸗ mals; was ich fühle, ſage ich augenblicklich... iſt dieß nicht ganz natürlich? Und Sie, glauben Sie, daß Sie mich auch lieben werden?“
„Ob ich Sie lieben werde!“ ſagte Urbain mit
Wärme; allein an Margarethens Gegenwart ſich er⸗ innernd, ſetzt er mit weniger Feuer, aber mit einem Tone, der aus dem Herzen dringt, hinzu:„O ja, Mademoiſelle!... und mein ganzes Leben lang!“
„Ach, wie angenehm iſt es, eine Freundin ſeines Alters zu haben,“ ſagte Blanca, die Hand des jun⸗ gen Studenten faſſend;„ich werde wenigſtens Jemand haben, mit dem ich lachen und ſchwatzen kann... Margarethe ſchwatzt ſehr gerne, aber ſie lacht nie, und dann ſpricht ſie bloß von Zauberei... von Teu⸗ feln und Dingen der Art... Wir Beide werden von etwas Anderem ſprechen, nicht wahr, Urſula 24
„Ja, Mademoiſelle.“ „Ach, ich weiß ſehr wenig, ich!... denn ich bin immer allein auf dieſem Zimmer und gehe niemals aus, obgleich ich Luſt habe. Mein Beſchützer unterhält ſich nicht mit mir... ich empfange bloß den Beſuch eines einzigen Menſchen.“.
„Eines einzigen Menſchen!“ ſagte Urbain unruhig. „Ja, meines Muſiklehrers... früher machte er


