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„Sehr gut gedacht, in der That,“ ſagte Mar⸗ 4
garetha,„ſie konnten nicht klüger handeln; und was gab man ihnen, mein Kind?“ 65
„Die guten Väter gaben ihnen einen Rock, den ein unger Einſiedler getragen, der während ſeines
ganzen Lebens die Dämone ſtets eine Stunde weite
verjagt hatte. Ein ganz kleines Stück von dieſem Rocke reichte hin, den, der es trug, gegen jede Ge⸗ fahr zu ſchützen. Sie können hieraus abnehmen, mit welchem Eifer Jedermann ſich bemühte, ein Süſc davon zu erhalten.“
„Ol ich glaube es gerne... wenn ich dabei ge⸗ weſen wäre, was würde ich nicht gegeben haben, um⸗
ein Stück davon zu erhalten!“
„Ei! aber, meine Beſte,“ ſagte Blanca,„es iſt wie mein...“
„Pſt! laſſen Sie die Urſula ausreden, mein Kind.“
„Kurz, Mademoiſelle, eine meiner Vorfahren, die damals lebte, hatte das Glück, ein Stück von dem Kleide des jungen Einſiedlers zu erhalten. Sie hinterließ es ihrer Tochter, die es hinwieder meiner Mutter hinterließ, von der ich es habe, und ſo iſt dieſer Talisman in meine Hände gekommen, und deßwegen fürchte ich in Paris nichts und wage mich des Nachts allein auf die Straßen.“
„O, das iſt ſehr ſonderbar!“ rief Blanca aus,
„das iſt wie bei mir, ich habe auch einen Talisman,
der mich vor jeder Gefahr bewahrt, uid doch will
man nicht einmal haben, daß ich an's Fenſter treten Paul de Kock. LVI. 8 8


