—*
33
und legt ihm Stillſchweigen auf. Um ſich für dieſes gezwungene Schweigen zu entſchädigen, haut Chau⸗ doreille, der ſeinen entblößten Roland ſtets in der Hand hält, auf alle Bäume ein, an denen er vor⸗ übergeht. 1
Man kommt im Hauſe an und tritt in eine Haus⸗ flur, in deren Hintergrund ſich eine Treppe befindet, während rechts und links Thüren in die Gemächer des Erdgeſchoßes führen. Julia, die ihren Begleitern gefolgt iſt, ohne Etwas zu reden, ſcheint Alles, was ſich ihren Blicken darbietet, aufmerkſam zu unterſuchen. Chaudoreille, der ſich jetzt neben dem Manne, welcher die Laterne trägt, befindet, ſtoßt einen Schrei der Verwunderung und ſagt:„Ei, der Henker! ich täuſche mich nicht!... es iſt Marcel... einer meiner alten Freunde. Du erkennſt mich nicht!... ich bin Chau⸗ voreille... wir ſind ſechs Monate mit einander im Gefängniſſe geſeſſen... allein einer Kleinigkeit we⸗ gen!... ich habe daſſelbe, weiß wie der Schnee, verlaſſen!“
„Schweige, Schwachkopf!“ ruft der Barbier aus, „ihr könnt eure Wiedererkennung ſpäter feiern. Wo iſt das Gemach der Madame?“
„Im erſten Stockwerk,“ erwiedert Marcel, nach⸗ dem er Chaudoreille die Hand gereicht hat, der ſie ihm ſchüttelt, als ob er ſeinen beſten Freund wieder gefunden hätte.—
„Führen Sie uns dahin,“ ſagte Touvuet,„und Du.. bleibe hier.“
Dieſer Befehl galt dem Ritter, dem er eben nicht


