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doreille Miene macht, die Thüre zu entriegeln.„Ich ſprach eben nicht leiſe: der Schlingel wird mich ge⸗ hört haben, er hat ſich aus dem Staube gemacht.“ „Weißt Du es gewiß, daß Niemand mehr da iſt,“ ſagte Chaudoreille, immer noch ſeinen Degen ſchwin⸗ gend. 3 5
„Ja, ohne Zweifel.“
„Ich habe Luſt, mich davon zu überzeugen und die Straße zu durchſuchen.“
„Wenn Dir dieß Vergnügen macht, ſo ſteht es Dir frei.“
„Nein, es fällt mir bei, daß dieß eine Dummheit wäre. Sie werden vielleicht wieder kommenz es iſt beſſer, man läßt ſie ohne Mißtrauen herbeikommen, dann wollen wir über ſie herfallen, und ich werde keinen Pardon geben.“
Mit dieſen Worten ſteckt der Ritter ſeinen Ro⸗ land wieder in die Scheide und begibt ſich in den Saal zurück, wo er ſich am Kamine niederſetzt, und von Neuem einen Becher mit Wein füllt, den er auf einen Schluck austrinkt, um, wie er ſagt, ſeine Wuth zu beſänftigen. Der Barbier ging mit großen Schrit⸗ ten im Zimmer auf und nieder; er war in heftiger Bewegung, und da er Chaudoreille's Gegenwart nicht zu bemerken ſchien, murmelte er von Zeit zu Zeit in düſterem Tone:„Was ich fürchtete, geſchieht endlich! Dieſe ſchöne Blume iſt bemerkt worden... ſie werden
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ſie Alle pflücken wollen... ſie werden wiſſen wollen,
wer ſie iſt, woher ſie kommt! Dieß wird tauſend Ge⸗
ſpräche, tauſend Nachforſchungen zur Folge haben.


